Padre Pio von Pietrelcina

Padre Pio “Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke. Wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun.”

Heilige kennen die meisten von uns zwar aus der Bibel, vielleicht noch aus “frommen, mittelalterlichen Legenden” – aber, dass noch im zwanzigsten Jahrhundert ein Mann unter uns weilte, der leidenschaftlich die Madonna delle Grazie (“Muttergottes der Gnaden”) verehrte und kraft ihrer göttlichen Gnaden Dinge vollbrachte, die alle Logik und Wissenschaft schlichtweg ad absurdum führen, davon ahnt unsere Schulweisheit nichts.

Die höchste Offenbarung Gottes im Menschen ist und war von je her in Heiligen und Propheten. Deshalb ist die Verehrung eines Heiligen wie Padre Pio die wahre Gottesverehrung.

Wer war Padre Pio?
Padre Pio wurde unter dem Taufnamen Francesco Forgione am 25. Mai 1887 in Pietrelcina geboren, und starb am 23. September 1968 im Alter von 81 Jahren in San Giovanni Rotondo. Er war ein Mönch des Kapuziner-Ordens und ein katholischer Priester.

Wie vor ihm die Heilige Gemma Galgani erhält der Mystiker zunächst unsichtbar, dann aber am 5. August und 20. September 1918 auch sichtbar die fünf Stigmata (Kreuzeswunden Christi) an den Händen, Füßen und über den Rippen. Tag und Nacht bluten die Stigmata. Sie eitern jedoch nicht, sondern duften laut Aussage der Ärzte nach Veilchen. Ganz so, wie es auch Paulus beschreibt: “Ich trage die Zeichen der Wunden Jesu an meinem Leib.” (Gal 6,17)

Fünfzig Jahre lang wird Padre Pio die mystischen Wundmale tragen. Als sie sich am 22. September 1968 unvermittelt schließen, erfährt er von seinem Schutzengel, dass sein Dasein irdischer Sklaverei endlich vorüber ist. Wenige Stunden später, am 23. September 1968, um 2.30 Uhr, stirbt er im Lehnstuhl in seiner Klosterzelle sitzend; unentwegt “Jesus Maria Jesus Maria Jesus Maria” betend. – Mehr als 100.000 Menschen nehmen an seinem Begräbnis teil.

Als ruchbar wird, dass Padre Pio ein Stigmatisierter ist, untersagt ihm die Kirche auf päpstliche Anordnung umgehend, die öffentliche Messe zu lesen und die Beichte zu hören. Das Verbot gilt von 1922 bis 1934. Während dieser Zeit wird er von seinen Oberen und Bischöfen strengstens geprüft, überwacht, bespitzelt – selbst in seiner Klosterzelle mit versteckten Mikrofonen abgehört, um dem vermeintlichen Schwindler auf die Schliche zu kommen. Erst als untrüglich erwiesen ist, dass er sich die Wundmale unmöglich selbst beigebracht haben kann, hebt man das Verbot endlich wieder auf. Doch Padre Pio gilt da im Volk schon längst als heiliger Mann Gottes.

Padre Pio e Madonna

Die Wunder des Padre Pio

Über die bezeugten und beglaubigten Wundertaten des Paters ließen sich ganze Bücher schreiben: Er war hellsichtig; beherrschte Sprachen, die er nachweislich nie erlernt hatte; er war imstande, augenblicklich gesegnete von nicht gesegneten Gegenständen zu unterscheiden; er besaß die Gabe der Bilokation – also die Fähigkeit, an zwei Orten gleichzeitig zu erscheinen; er heilte Kranke; kannte die Inhalte ungeöffneter Briefe; prophezeite dem jungen Karol Wojtyla, dass jener später einmal Papst werden würde; las in der Seele und in den Gedanken seiner Mitmenschen; sprach zu ihnen im Traum, und wies sie warnend darauf hin, wenn er sah, dass ihnen eine Periode des Leidens oder gar der physische Tod bevorstand.

Schon zu Lebzeiten umgibt ihn ein Geruch, den man “Osmogenesia” nennt – “der Wohlgeruch der Heiligkeit”. Es ist ein angenehmer Duft von Veilchen, Lilien oder Rosen. Auch heute noch lässt sich dieser besondere Geruch als Zeichen seiner Anwesenheit wahrnehmen (vgl. 2. Korinther 14-16).

Der Fall der noch heute lebenden Gemma di Giorgi stellt nach wie vor Mediziner und Wissenschaftler vor ein unlösbares Rätsel: Ohne Pupillen in den Augen geboren, war Gemma von Geburt an blind. Ein inoperabler Geburtsfehler. Im Alter von sieben Jahren, 1947, wurde sie durch Padre Pio geheilt und kann ohne Pupillen sehen, obwohl dies medizinisch nicht erklärlich und biologisch ein Ding der Unmöglichkeit ist. (Wer mehr darüber erfahren möchte, dem seien die Bücher “Der Padre II – Augenzeugenberichte” von P. Marcellino IasenzaNiro und “So betete Pater Pio” von Br. Riccardo Fabiano empfohlen.)

Padre Pio 3Kanonisierung

Im Jahr 1997 erklärt der Heilige Stuhl Padre Pio offiziell zum Heiligen Diener Gottes. Am 2. Mai 1999 wird er seliggesprochen. Am 16. Juni 2002 wird er schließlich von Papst Johannes Paul II. offiziell heiliggesprochen. – Sein Gedenktag ist der 23. September.

Padre Pio hinterlässt uns heute Lebenden zwei überaus wichtige Botschaften:

“Bete, hoffe und sorge dich nicht.”

“Liebt die Madonna und lasst sie geliebt werden, rezitiert immer ihren Rosenkranz und rezitiert ihn gut.”